Die internationale Juniorenregatta in München sollte die erste Standortbestimmung für Weilburgs Junioren sein. Auf der Olympia-Regattastrecke in Oberschleißheim bestätigten sich die guten Eindrücke vom Saisonstart in Mannheim, mit drei Siegen kehrten die fünf Aktiven zufrieden an die Lahn zurück.
Erfolgreichste Ruderin war Elin Hamm, die zweimal am Siegersteg anlegen konnte.
Am Samstag hatte Trainer Hans Werner Bruchmeier die komplette Crew im Einer gemeldet um die individuelle Stärke und die Reihenfolge nach Zeiten, zumindest für den Süd-Bereich, zu ermitteln.
Dreiundzwanzig U17-Skullerinnen stellten sich auf der 1.500-Meter-Strecke dem Starter. Elin Hamm ging das Rennen besonnen an, schob ihre Buspitze bei 500 Metern an der Münchnerin Mathilda Auras vorbei und siegte mit zwei Längen Vorsprung und zweitbester Gesamtzeit vor der Bayerin, Albatros Wien und Kroatien. Xenia Penner ruderte in der ersten Abteilung deutlich unter ihren Möglichkeiten und wurde Vierte.
Am Sonntag war das Weilburger Lager auf den Doppelzweier mit Hamm / Penner gespannt. Konzentriert ging das Duo aus der Startanlage und hatte bereits zum Streckendrittel zwei Bootslängen Vorsprung auf die Sloweninnen aus Bled herausgerudert Mit sauberer Wasserarbeit ruderte die Crew von der Lahn über die Strecke und gewann in zweitbester Zeit aller sechzehn Boote ihre Abteilung vor Bled, Karlsruhe, Wetzlar und Kroatien.
Der Juniorinnen -Doppelvierer am Samstag mit Elin Hamm und drei Hanauer Skullerinnen konnte sich bis zur Streckenhälfte neben der polnischen Mannschaft positionieren, die bärenstarke Crew aus Magdeburg und Halle ruderte schon deutlich voraus. Mit drei Sekunden Vorsprung verwiesen die Osteuropäerinnen das Hessenboot auf Platz drei, dahinter Aschaffenburg / München, Österreich und Hessen II.
Am Sonntag bot sich das gleiche Bild. Magdeburg/Halle ruderte konsequent an die Spitze, dahinter Polen, knapp gefolgt von der hessischen Mannschaft mit Elin Hamm. Hinter dem süddeutschen Quartett folgte dann das verbesserte zweite hessische Boot, diesmal mit Xenia Penner am Schlag, gefolgt von Österreich.
Leichtgewicht Moritz Sterkel musste wegen des Doppelstarts im Vierer wieder bei den Schwergewichten antreten und belegte am Samstag Platz fünf seiner Abteilung, wie auch Vincent Kleinert im fünften Durchgang und Raphael Borkott in der letzten Abteilung.
Im Sonntagsrennen startete Sterkel im dritten gesetzten Lauf schnell und übernahm mit einer Länge Führung das Kommando im Feld. Bis zur Streckenhälfte baute der Langenbacher seinen Vorsprung auf fast fünf Sekunden vor dem Österreicher aus Wels aus. Auch die Angriffe im Schlussspurt wehrte Sterkel erfolgreich ab und gewann sicher vor Wels, Hamburg, Hanau und Kroatien.
Vincent Kleinert ruderte in Durchgang sechs vom Start weg auf dem zweiten Rang, verpasste aber auf der Mittelstrecke den Anschluss zum Limburger Tobias Schicker. Hinter ihm ruderten die Skuller aus Stuttgart und Schleissheim durchs Ziel.
Raphael Borkott wurde in der fünften Abteilung Vierter
Vincent Kleinert / Raphael Borkott kamen am Samstag im zweiten Lauf des U17-Doppelzweiers gut vom Start weg, ließen aber auf dem mittleren Streckendrittel die Gegner aus Zagreb etwas davonrudern. Im Endspurt kämpften sie sich um Platz zwei ganz nah an das Dresdener Boot heran, mussten diesem aber mit einer halben Sekunde den Vortritt lassen, dahinter die die Schweriner RG, Frankfurter Germania und Münchner RC. Mit der zwölftbesten Zeit der 27 Boote hoffte man im Weilburger Lager auf eine Verbesserung am Sonntag.
Hier starteten Kleinert / Borkott im zweiten gesetzten Lauf. In einem geschlossenen Feld ging es über die 500-Meter-Marke, dann versäumten die Weilburger aber, konsequent über die Mittelstrecke zu rudern und fielen auf Platz vier zurück. Hinter Mecklenburg-Vorpommern und Bernkastel spurteten die Boote aus Hanau, Weilburg, Dresden und Wetzlar innerhalb von vier Sekunden über die Ziellinie.
Der hessische Doppelvierer mit Moritz Sterkel auf dem Schlagplatz schlug sich gut mit Platz drei und vierter Gesamtzeit der neun Boote. Im ersten gesetzten Lauf des Sonntags blieb aber nur noch Rang fünf. Am kommenden Wochenende starten alle Weilburger wieder in Köln. Hier entscheidet sich der weitere Weg bis zu den deutschen Meisterschaften in fünf Wochen.


