Int. Juniorenregatta Hamburg 2026

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Zwei Siege und weitere Top-Platzierungen acht Rennen für Weilburgs Junioren.

Auf der Dove-Elbe in Hamburg – Allermöhe ruderten die deutschen Junioren ihre letzten Tests vor den deutschen Jugendmeisterschaften aus.

Für Weilburgs U17 – Spitze bestätigte sich auf der Naturstrecke die stabile Form mit zwei Siegen und einem zweiten Platz am Samstag, womit alle drei Boote am Sonntag in die ersten gesetzten Läufe platziert wurden.

Bei unterschiedlichen Ruderbedingungen zeigte sich auch die technische Stabilität der „Glattwasserruderer“ von der Lahn.

36 Juniorinnen-Doppelzweier stellten sich in sechs Abteilungen bei Gegenwind dem Starter. Elin Hamm / Xenia Penner kamen ruhig aber gut vom Start weg und übernahmen nach der Startphase die Führung vor Brüggemann/ Mewes (Potsdamer RG) und Döppner / Hölscher (Essener RRV). Mit zwei Sekunden Vorsprung passierten die Weilburgerinnen die 500-Meter-Marke und ruderten kontrolliert über die Streckenhälfte. Einen kurzen Zwischenspurt der Potsdamer wehrten sie sicher ab, bei 1.000 Metern lagen schon fünf Sekunden zwischen den Konkurrentinnen, auf der Ziellinie waren es dann fast drei Bootslängen vor den fünf gegnerischen Booten und der Weg zum Siegersteg. Mit der fünftschnellsten Zeit aller Boote war man gespannt auf den direkten Vergleich am Sonntag.

Die Essenerinnen Guerra / Van Emmerich setzten sich erwartungsgemäß schnell an die Spitze des Feldes, eine gute Länge dahinter gleichauf  Petschull/Oldenburg (Schleswig-Holstein) und Hamm/ Penner. Aber auch die weiteren drei Boote kämpften um den Kontakt zur Spitze. Kurz hinter der Streckenhälfte mussten die Weilburgerinnen etrwas abreißen lassen und ruderten knapp vor Magdeburg auf Platz drei durchs Ziel. Da in den anderen Läufen kein Boot schneller war, bestehen für Hamm/Penner bei der DJM, die wegen Veralgung des Baldeneysees in Essen nun nach Krefeld verlegt wurden, durchaus Medaillenchancen.

Etwas Glück hatten Vincent Kleinert / Raphael Borkott mit der Verlosung der Abteilungen. Sie konnten sich in der fünften Abteilung der 42 Doppelzweier vom Start weg an die Spitze des Feldes rudern und dadurch hochmotiviert auch als Erste das Streckendrittel passieren. Bei 1.000 Metern lagen bereits zwei Bootslängen zwischen den Weilburgern, Frankfurt, Hamburg, Bremen und Witten. Mit hoher Schlagfrequenz sprinteten sie dann durchs Ziel und erreichten damit auch den ersten gesetzten Lauf am Sonntag.

Hier war mit der gesamt dreizehnten Zeit nicht ein vorderer Platz zu erwarten, mehr stand im Focus, eine Halbfinalchance bei den Meisterschaften auszuloten.

Vom Start weg ruderten Kleinert / Borkott an letzter Position des Feldes, die Dynamik des Vortages fehlte auch etwas und so blieb Platz sechs und die Hoffnung, dass in Krefeld gegen das breite Mittelfeld ein Platz im Halbfinale der zwölf schnellsten Boote zu erreichen ist. 

Moritz Sterkel hatte im Vorlauf des Leichtgewichts-Einers Lospech. Er erwischte mit Hendrik Mattusch aus Potsdam den derzeit schnellsten Skuller, der auch sofort die Führung übernahm. Sterkel folgte dahinter konstant auf Platz zwei und distanzierte die vier Konkurrenten deutlich. Der zweite Rang mit der drittschnellsten Zeit der 30 Skuller brachte ihm aber ebenfalls  einen Startplatz im ersten gesetzten Lauf des Sonntag und die Möglichkeit des direkten Vergleichs.

Hier überraschte der Mainzer Olaf Lutz mit einem Blitzstart, an zweiter Stelle folgte der Potsdamer Skuller, dahinter Timo Schulz (Neuss) und MoritzSterkel. Bei 1.000 Metern hatte Mattusch sich die Spitze erobert, wurde aber im Zielsprint nochmals von dem Neusser übersprintet, auf Platz drei folgte, zum Ärger von Strekel, der Mainzer Lutz, den es nächste Woche im Kampf um die Medaillen zu schlagen gilt.

Im U17-Doppelvierer mit Steuerfrau startete Elin Hamm mit Hannah Reelfs, Helena Hünicke (beide Hanau), Charlotte Häuser (Limburg) und dem Hanauer Steuermann Maximilian Röthig. Nach den Ergebnissen von München und Köln hatten sich vier Crews hervorgetan, die sich berechtigte Chancen auf die Medaillen der DJM machen. Krankheitsbedingt fehlte Magdeburg/Halle, sodass im ersten Lauf das hessische Boot mit Essen den stärksten Gegner zugelost bekam. Mit hoher Frequenz ging das Team mit Elin Hamm die Strecke an und führte auch an den beiden Telistrecken mit jeweils einer knappen Sekund. Auf dem letzten Drittel ließ Essen das Boot wohl etwas besser laufen und ruderte mit knapp zwei Sekunden Vorsprung und zweitbester Gesamtzeit der Läufe über die Ziellinie.

Am zweiten Regattatag starteten die Essener Mädels etwas schneller, das hessische Quartett folgte bei 500 Metern mit zwei Sekunden Rückstand, dahinter die drittschnellsten Abteilungssiegerinnen aus Schleswig-Holstein und drei norddeutsch Vierer. Bei 1.000 Metern meldete der Streckensprecher knapp vier Sekunden für das führende Boot auf Weilburg/ Hanau, drei weitere Sekunden vor den Gegnerinnen. Auch in dieser  Bootsgattung scheint Weilburg also eine Medaillenchance zu haben.