Deutsche Ergo-Meisterschaften 2019

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Bei den Deutschen Indoor-Rowing-Meisterschaften in Essen-Kettwig bestätigte der Löhnberger Sebastian Kreuzer seine herausragende Form und rudert auf den zweiten Platz.

Zum dritten Mal fanden nun die Deutschen Meisterschaften in Kettwig statt, nachdem hier jahrelang die Finals der früheren Indoor-Serie ausgerudert wurden. Rund einhundert Vereine hatten über 800 Sportler zu diesem Event geschickt. Wegen der hohen Meldezahlen musste in den meisten Rennen auf zweiunddreißig Trockenrudergeräten die  virtuelle Ruderstrecke in mehreren Vorläufen durchrudert werden, die zehn Zeitschnellsten traten dann am Nachmittag auf der Bühne ein zweites Mal zum kräfteraubenden Finale an.

Sebastian Kreuzer hatte schon bei der Hessenmeisterschaft im Dezember in Frankfurt mit deutlichem Abstand den Titel bei den B-Junioren über die 1.500 Meter-Strecke erkämpft und reiste so als Mitfavorit an die Ruhr.

Mit dem Vorteil, im zweiten Vorlauf starten zu können und so auch die Zeiten des ersten Laufs zu kennen, musste Kreuzer zwar voll rudern, ohne aber an die Leistunggrenze zu gehen. Mit Platz drei, in 4:48,4 Minuten, drei Sekunden hinter dem Essener Henning Käufer und dem Duisburger Paul Emil Scholz qualifizierte sich der Zwei-Meter-Mann von der Lahn sicher für das Finale. 

Dieses Trio sollte dann auch den Rennverlauf dominieren, denn die weiteren sieben Ruderer lagen im Ziel mehr als zehn Sekunden zurück. So ging der Duisburger Scholz extrem schnell an und lag nach 500 Metern drei Sekunden vor Kreuzer, hauchdünn dahinter Henning Käufer. Vier Sekunden betrug der Vorsprung bei 1.000 Metern, danach steigerten Kreuzer und der Essener Ruderer nochmal das Tempo. Während Scholz in 4.36,4 min den Titel erruderte, erkämpfte Sebastian Kreuzer mit einer persönlichen Bestzeit von 4:39,3 min Silber vor Käufer in 4:39,7 min. 

Anders lief es bei A-Junior Maximilian Schultheis, der über 2.000 Meter bei vierzig Teilnehmern schon im ersten Vorlauf ganz nahe an seine persönliche Bestzeit gehen musste um sicher das Finale zu erreichen. 6:19,7 Minuten sicherten ihm mit dem vierten Platz auch den Nachmittagsplatz auf der Bühne. Favorit war in diesem Endlauf der Krefelder Jan Szymzak, der auch die Führung übernahm, sein Vereinskamerad Julian Garth folgte vor Leonard Brahms vom Team Nordwest und Maximilian Schultheis. Die Streckenhälfte überquerten die drei  Verfolger innerhalb von einer Sekunde und bis zur 1.500 Meter-Marke hatte Schultheis Platz drei erkämpft. Trotz vollem Einsatz musste der Weilburger diesen Platz kurz vor dem Ziel wieder an Brahms abgeben und wurde in 6:22,8 min undankbarer Vierter. 

Der erste Test auf dem Wasser findet am 16.März auf dem gestauten Oberrhein in Breisach über 6.000 Meter statt. 

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