Hessenmeisterschaften Kassel 2019

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Mit einem großen Team aus 18 erfahrenen Skullern und Nachwuchs des letzten halben Jahres traten die Weilburger Ruderer den Kampf um die Medaillen auf den vier Bahnen der Fulda in Kassel an. Sowohl auf der 1.000 m – Strecke am Samstag, als auch auf der 500 m – Sprintstrecke am Sonntag stiegen sie in 32 Rennen sechzehn mal aufs Treppchen. 

Nachdem die Hessenmeisterschaften vom traditionellen Termin Anfang Oktober und dem Regattaort Eschwege mit seinen sechs Bahnen aus technischen Gründen nach Kassel verlegt werden musste und auch ein neuer Modus ausgetragen wurde, mussten die Ruderer ein strammes Programm absolvieren, das alles abverlangte. 

Am Samstag startete Sebastian Kreuzer souverän im Junior-Einer B mit einem Vorlaufsieg und sicherte sich auch im Finale den Titel vor Offenbach, Hanau und Marburg. Im Sonntagssprint mussten sogar über Halbfinale die Finalisten ermittelt werden. Der Weilburger Skuller gewann dabei sicher alle drei Rennen und wurde verdienter Meister.

Im Doppelzweier mit Maximilian Schultheis erreichte Kreuzer nach einem Vorlaufsieg im Finale die Bronzemedaille. Mit dem gleichen Ergebnis auf der Sprintstrecke stand das Duo dann auch auf dem Treppchen. 

Schultheis kam im A-Einer am Samstag nicht über den Hoffnungslauf hinaus, im Sprint erreichte er das kleine Finale, in dem er Dritter wurde.

Die B-Juniorinnen Anika Lommel und Anna Sophie Lindrath kämpften auf der 1.000 m- Strecke lange um den Silberplatz, waren aber auch mit der Bronzemedaille zufrieden. Im Sprint blieb nach der Qualifikation über Vor- und Hoffnungslauf Platz vier.

Lindrath sicherte sich auch im Leichtgewichts-Einer die Bronzemedaille über 1.000 m, im Sprint erreichte sie nicht das Finale, wie auch Lommel  bei den „Schweren“.

Besonders erfolgreich waren wieder die Weilburger C-Junioren. Die Hessenmeisterschaften dienten ihnen als letzter Testlauf vor dem Bundeswettbewerb in München. 

Charlotte Müller dominierte bei ihrem Titelgewinn mit zehn Sekunden Vorsprung den Mädchen-Einer 14 Jahre mit deutlichem Vorlauf- und Finalsieg und ließ auch auf der Sprintstrecke in beiden Läufen, mit zwei Bootslängen Vorsprung, keinen Zweifel an ihrer Stärke.

Fast zwanzig Sekunden lagen im Ziel im Mädchen Doppelzweier 12/13 Jahre zwischen der druckvoll rudernden Doppelzweier-Crew Kirina Lommel / Marie Gelbert und ihren Gegnerinnen. Auch im Sprint  trennten die Meisterinnen zwölf Sekunden von den Verfolgerinnen.

Pech hatten Müller / Lommel / Gelbert mit Bugfrau Isabella Bückner und Steuerfrau Marie Kientzler auf der 1.000-mMeter-Strecke. Nach deutlicher Führung zur Streckenhälfte fing eine Ruderin einen „Krebs“, das Boot musste ganz neu anrudern, holte auch mächtig auf, verpasste aber um eine Luftlastenlänge die Goldmedaille hinter Frankfurt. Dafür revanchierte sich das junge Weilburger Team am Sonntag mit einer halben Bootslänge Vorsprung und dem verdienten Titelgewinn.

Kilian Freihold kommt im Jungen-Einer 13 Jahre rechtzeitig vor München gut in Schwung und ruderte druckvoll mit deutlichem Vorsprung zu seinem ersten Titel.

Auch Simeon Tilmann freute sich am Samstag über die Silbermedaille im Leichtgewichts-Jungen-Einer und ruderte auch auf der Sprintstrecke mit Bronze auf das Podium. Zusammen mit Florian Fischer wurde er in einem Zwei-Boote-Feld am Samstag Zweiter im Leichtgewichts-Jungen-Doppelzweier.

Andrej Prinz wurde bei den Masters mit nur drei Zehntel Sekunden Rückstand auf Eschwege Zweiter im Einer, erkämpfte sich aber mit Nikolai Schwab im Doppelzweier die Silbermedaille hinter Frankfurt und vor Bad Hersfeld un Eschwege.

Den weiteren Weilburger Jungen  merkt man die fehlenden Trainingskilometer in den Mannschaftsbooten an. Felix Daum, Kilian Freihold, Kevin Dick und Raphael Schürmann, Stm. Simeon Tilmann mussten an beiden Tagen mit Platz vier hinter den routinierteren Gegnern zufrieden sein. 

Kevin Dick / Raphael Schürmann schafften es ins Finale des Jungen-Doppelzweiers, musste sich hier aber mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben. Im Sprint fehlte ihnen noch etwas Technik, sodass sie im Vorlauf ausschieden. 

Marie Kientzler im Leichtgewichts-Juniorinnen-Einer A hatte an beiden Tagen eine starke Gegnerin und wurde jeweils Zweite.

Jakob Wagner schied im Leichtgewichts-Junioren-Einer A an beiden Tagen in den Hoffnungsläufen aus, wie auch Sören Schoenfelder / David Wolf im B-Doppelzweier .

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